Landesmeisterschaften Pool 2010
Mangelnde Beteiligung schmälert die gezeigten Leistungen
Die Landesmeisterschaften Pool sind absolviert und gerade im Herren-Bereich haben sich in diesem Jahr einige neue Gesichter die Krone des Landesmeisters aufsetzen lassen können. Im 9-Ball konnte sich z.B. überraschend Nino Andreuzzi vom PBV Anderten durchsetzen und ließ dabei Leute wie Blacklaw, Westen und Steinlage hinter sich. In einem mäßig besetzten Herren-8-Ball-Feld setzte sich Marco Bräunig von den Billardfreunden Bremen gegen den ebenfalls überraschend im Finale stehenden Mathias Günnel (BSG Hannover) durch. Im 14.1 der Herren triumphierte der Sander Neuzugang Meric Reshat und fährt somit ebenfalls erstmals zur DM. Zumindest im 10-Ball hat sich mit Ralf Mess (PBC Lingen) einer der Favoriten durchsetzen können und schlug im Finale den 19-jährigen Wolfsburger Regionalligaspieler Philipp Schröder.
Bei den Damen waren es wieder die altbekannten Starterinnen, die ganz oben auf´s Treppchen kamen. Veronika Ivanovskaia (PBV Anderten), Meike Gerlach (BS Braunschweig) und die "Rückkehrerin" Nadine Giannotti (BC Dissen) haben sich die Titel friedlich aufgeteilt. Nadine gewann das 14.1, Meike das 8-Ball und Veronika konnte das 9- und 10-Ball für sich entscheiden. Somit haben sich hier die spielstärksten Frauen auch durchsetzen können.
Bei den Senioren konnte sich auch kein Spieler komplett nach vorne spielen. Alle vier Titel gingen an unterschiedliche Teilnehmer. Andreas Lakemann (PBC Bremen-Neustadt) sicherte sich den 8-Ball-Wettbewerb und die beiden Urgesteine Heiko Harries (PBC Bremen-Neustadt) und Klaus Karow (BF Bremen) kämpften um den 10-Ball-, bzw. 14.1-Titel, wobei im 10-Ball Heiko das Finale für sich entscheiden konnte und Klaus im 14.1-endlos. Im 9-Ball hatte am Ende Thomas Krummen von der BSG Osnabrück die Nase vorne und schlug im Finale Jörg Nöllenburg von BW Lohne.
Die Ladies haben ihre Titel auch einigermaßen gleichmäßig verteilt. Lediglich Katja Kahl (1. BC Lauenförde) konnte sich zwei Titel erspielen (8-Ball und 14.1-endlos). Birgit Reimann (1860 Bremen) gewann den 10-Ball-Wettbewerb und Sabine Kamplade (BSG Hannover) holte Gold im 9-Ball. Man muss hier allerdings auch nebenbei erwähnen, dass diese drei Ladies (sofern sie am Wettbewerb teilgenommen haben) auch immer Edelmetall erspielt haben und somit nie schlechter als Platz 3 abgeschnitten haben.
In den Mannschaftswettbewerben 8-Ball-Pokal und Senioren haben sich erwartungsgemäß die Favoriten von der BSG Osnabrück durchsetzen können. Die Herren Steinlage, Westen & Co. sicherten sich die jeweiligen Titel und schlugen knapp die Wolfsburger im Pokal-Finale und die alten Recken der BF Weserbergland im Senioren-Endspiel. Bei den Damen reichte es letztendlich für das Team PBV Anderten I zu Gold. Eine Umstellung in der Mannschaftsaufstellung im Finale und eine unschlagbare Ivanovskaia waren die Garanten für den Weg zur Goldmedaille.
Unseren Vertretern bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Wildungen (und den 10-Ball-Kandidaten, bei denen ich noch nicht weiß, wo sie spielen werden) wünsche ich an dieser Stelle schon einmal viel Erfolg. Es wird zwar nicht einfach werden, an die Erfolge der letzten DM´s anzuknüpfen (Jentsch und Lüttich spielen nicht mehr für den BLVN), aber wir haben dennoch sehr gute Leute, denen auch einiges zuzutrauen ist.
Überschattet wurden die Spiele durch die reihenweisen Absagen der Spieler. In keinem Wettbewerb wurde mit einem vollen Feld gespielt und somit kam es nicht selten vor, dass 50% oder mehr der Plätze frei blieben. Dieses Thema habe ich mir auf die Fahne geschrieben und werde versuchen, die Landesmeisterschaften zukünftig wieder interessanter zu gestalten. Der erste Schritt (den Ausrichteranteil zu streichen) haben wir zur nächsten LM schon umgesetzt. Weitere Maßnahmen habe ich schon in der Schublade und derzeit arbeite ich an einem Konzept, welches ich Euch hoffentlich bald vorstellen kann.
Im nächsten Jahr planen wir auch wieder, die LM mit Schiedsrichtern zu bestücken. In diesem Jahr wurde die Planung dazu viel zu spät aufgesetzt und deswegen habe ich dann letztendlich entschieden, dass wir komplett ohne spielen. Ich hoffe, dass der Schiedsrichtereinsatz im nächsten Jahr besser und vor allem früher geplant wird.
Den Turnierleitungen vom SnooBi, Skyline, Queens-Club, Time-Out und aus Wolfsburg möchte ich meinen Dank aussprechen und bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit ihnen gewesen. Ein paar Kleinigkeiten können sicherlich noch verbessert werden, aber insgesamt haben alle ihre Sache gut und vor allem zuverlässig erledigt. Die Ergebnisse waren jeweils spätestens am Montag bei mir und somit konnte ich auch nach jedem Wochenende sehr zeitnah die Ergebnisse veröffentlichen.
Hier sind dann auch letztendlich die Ergebnisse ...